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P wie Phishingversuch

Täuschend echt und immer professioneller. Phishing-Angriffe werden nicht nur "besser", sondern auch immer häufiger. Relativ neu sind Angriffe auf soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook.

"Die Gefährdungslage der IT-Sicherheit in Deutschland bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau". Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeichnet in seinem aktuellen Bericht ein düsteres Bild. Phishing-Mails zu erkennen, wird immer schwieriger. Auch die Phishing-Seiten selbst ähneln den Originalseiten immer stärker, wie zuletzt der Anfang des Jahres gegen Benutzer von DHL-Packstationen gerichtete Angriff oder die ganz aktuellen, vermeintlich von Wikipedia stammenden Mails. Mit diesen Spam-Mails versuchen Kriminelle auf gefälschte Webseiten zu locken, um dort die Eingabe von Daten zu erzielen. Oder die Seiten sind "verseucht" und man lädt sich einen gefährlichen Virus auf den PC.

Aber die Bedrohung kommt nicht nur per E-Mail. Besonders gefährlich, so das BSI, seien USB-Sticks. Über sieben Millionen PCs seien weltweit in einem Jahr auf diese Weise mit dem Conficker-Wurm infiziert worden.

Eindämmung? Leider nicht in Sicht. Der Trend ist erschreckend. Allein die Verbreitung von Spam mit Schadsoftware im Anhang ist von 600 Millionen auf drei Milliarden E-Mails pro Tag gestiegen (laut Untersuchung des amerikanischen Sicherheitsdienstleisters M86 Security).

Stark zugenommen haben auch Angriffe über soziale Netzwerke wie Twitter, die sich besonders häufig hinter Kurz-URLs verstecken. Aktuell ist Facebook das neue Ziel von Phishing-Attacken, wie die aktuelle Studie des Antiviren-Herstellers Kaspersky zeigt. Nach den traditionellen Phishing-Zielen PayPal, eBay und der internationalen Bank HSBC belegt Facebook den vierten Platz mit 5,7 Prozent aller Phishing-Attacken zwischen Januar und März. Die Kriminellen übernehmen dabei echte Facebook-Accounts und verschicken so Spam bzw. missbrauchen Facebook-interne Funktionen wie Einladungen.

Twitter hat auf diese Entwicklung reagiert: direkte Mitteilungen von Nutzern an andere Nutzer sollen nun vor Phishing-Versuchen geschützt sein, indem die enthaltenen Links überprüft werden. Sichtbar ist dieser Check an den "twt.tl" verkürzten Verlinkungen in E-Mail-Benachrichtigungen.

EINIGE TIPPS:
USB-Stick: Autorun-Funktionen für USB-Sticks deaktivieren. Stick vor dem Öffnen oder Kopieren von Dateien mit Antivirenprogramm prüfen.

E-Mails: Nur E-Mails von vertrauenswürdigen Absendern öffnen. Vorsicht beim Klicken auf Links in E-Mails, auch auf Links zu bekannten Seiten, im Zweifelsfall lieber eigene Bookmarks setzen. Besondere Vorsicht: soziale Netzwerke. Achten Sie auf den Absender. Sie sollten diesen wirklich kennen! Außerdem: manche Antivirenprogramme bieten Schutz, aber nur auf dem aktuellen Stand.              

Und zuletzt gilt für E-Mail-Marketer: keine False Positives produzieren!
Links im Newsletter sollten im besten Fall auf die Domain der Newsletter Absenderadresse verweisen. Keine URL im Text verwenden, hinter der sich eine andere URL als Link-Ziel verbirgt. Und kein http:// offen in den Text vor URLs setzen.